Model-ABC

Accessoire
Zubehör zur Abrundung des modischen Erscheinungsbildes, dazu gehören z.B. Handtaschen, Hüte, Schals, Schmuck, Schuhe usw.
 
Avantgarde
Experimentelle "vorauseilende" Modeschöpfer und deren Zielgruppe
 
Baby Doll
Zweiteilige Nachtwäsche, bestehend aus Slip und Hemdchen. Ursprünglich locker hängendes Oberteil mit Puffärmeln und kleiner Pumphose. 1956 durch den Film Baby Doll und die Hauptdarstellerin zum Trend geworden. 1957 von Couturier Jacques Griffe neu umgesetzt.
 
Bermuda-Shorts
Aus Amerika stammender Ausdruck für Hosen, die kurz über dem Knie enden.
 
Big Beauty / Oversize-Model / Plus size model
Model für grössere Konfektionsgrössen.
 
Bodystocking
Hautenger Anzug in Art einer Fein- oder Strickstrumpfhose, jedoch den gesamten Körper einhüllend.
 
Bolero

Knappes Jäckchen, oberhalb der Taille endend, mit langen Ärmeln.
 
Book / Portfolio / Buch / Mappe
Fotomappe, mit der sich die Models bei Agenturen, Fotografen oder Castings vorstellen. Sie sollte eine nicht zu umfassende Auswahl der besten und professionellsten Fotos oder Arbeitsbelege (Cover, Zeitungsausschnitte) des Models beinhalten, wenn möglich in A4-Grösse.
 
Booker
Arbeiten bei Modelagenturen oder bei Zeitschriften und vermitteln bzw. buchen Models für Produktionen.
 
Booking / Buchung
Vermittlung eines Models an einen Kunden durch die Agentur.
 
Buyout
Zuschlag zum vereinbarten Tageshonorar, das fällig wird, wenn der Auftraggeber von der Produktion z.B. noch Poster druckt oder mit der Kampagne ins Internet geht. Generell ist die Höhe des Buyouts Verhandlungsgeschick der Agentur.
 
Call Back
Casting, bei dem die Models anhand ihrer Sedcard oder ihres Books bereits vorausgewählt und dadurch in die engere Wahl gekommen sind.
 
Cape
Mantelartiger Umhang, auch mit Armschlitzen, Durchgrifftaschen und Kapuze.
 
Catwalk / Runway
Anderes Wort für Laufsteg.
 
Celebrities
Berühmtheiten, Stars der Modelszene wie z.B. Claudia Schiffer, Naomi Campbell.
 
Classic Woman
Bezeichnung für Models, die über 30 Jahre alt sind.
 
Close up
Nahaufnahme.
 
Copyright / Urheberrecht
Recht an einem Foto, Bild, Buch oder geistigem Eigentum u.ä. Diese Dinge sind somit geschützt und dürfen ohne Einwilligung des Urhebers (z. B. Fotograf, Kunde, Maler, Verfasser) nicht weiter verwendet werden.
 
Commission / Kommission
Gebühr für die Mutteragentur eines Models, die dieses Model an eine Partneragentur im Ausland oder in einer anderen Stadt vermittelt.
 
Composite / Sedcard
Gedruckte Fotokarte eines Models, meistens im A5-Format. Porträtfoto auf Vorderseite, 3-4 Fotos auf Rückseite mit den Massen des Models. Wichtig zum Verschicken an potenzielle Kunden (Fotografen, Agenturen).
 
Contest
Nachwuchs-Wettbewerb für Mädchen und Jungen, die gerne Model werden möchten.
 
Cover / Cover-Shooting
Modeljob für die Titelseite eines Magazins. Gut fürs Buch und fürs Image, weniger lohnend für das Portemonnaie.
 
Covergirl
Weibliches Model, das häufig für Titelblätter gebucht wird.
 
Cuttings
Gesammeltes und archiviertes Material der Agenturen über ihre Models und deren Veröffentlichungen.
 
Dressman
Männliches Model.
 
Editorial
Fotoaufnahmen für die redaktionellen Seiten in Zeitschriften, vor allem für Mode- und Beautystrecken. Diese Arbeiten werden nicht sehr hoch bezahlt, helfen dem Model aber, bekannt zu werden.
 
Etuikleid / Futteralkleid
Figurbetontes, anliegendes, gerade geschnittenes Kleid ohne Kragen in unterschiedlicher Länge. Ab 1918 in Mode, wurde in den 60er Jahren als Jackie-Onassis-Kleid bekannt und erlebte in den ausgehenden 90ern ein Revival.
 
Event
engl. Anlass.
 
Exklusivvertrag
Häufig schliessen grössere Firmen für ihre Werbekampagnen mit einem oder auch mehreren Models einen Exklusivvertrag ab, z.B. Kosmetikkonzerne oder Designer-Labels. Der Vorteil für die Firma: Der Kunde identifiziert die Marke mit einer berühmten Person, also ein hoher Wiedererkennungseffekt beim Kunden. Der Vorteil für das Model: Meist eine sehr gute Bezahlung.
 
Fit Model
Wird zum Anpassen von Musterkollektionen beigezogen und muss bestimmte Masse haben.
 
Fitting
Kleideranprobe vor Fototerminen oder Modeschauen.
 
Folgebuchung / Re-Engagement
Wenn eine Agentur einem Model einen Kunden (und damit einen Auftrag) vermittelt und dieser Kunde dann das Model erneut bucht, spricht man von einer Folgebuchung oder von einem Re-Engagement.
 
Girlie-Look
Trend in den 90er Jahren, sexy Kleider z.B. in transparenten Stoffen oder im Lingeriestil, aber mit Springerstiefeln u.ä. kombiniert.

Habilleuse / Anziehhilfe
Hilft bei Modenschauen, die Models anzuziehen.
 
Hair Stylist
Coiffeur, der die Haare des Models vor dem Auftritt pflegt und frisiert.
 
Hand-Model
Model mit besonders schönen und gepflegten Händen.
 
Haute Couture / Alta Moda
franz. hohe Schneiderkunst. Exklusive Masskleidung nach Modellen einer der Jahreszeit entsprechenden Kollektion, deren erste Vorführung als tonangebend für die allgemeine Mode gilt. Die Haute Couture wurde in Paris begründet und folgte in den 60er Jahren mehr den jugendlichren Ansprüchen. Sie wurde zunehmend beeinflusst durch die Modellgestaltung im Rahmen des Prêt-à-porter.
 
Head Sheet
Plakat/Poster mit Porträt-Aufnahmen aller Models einer Agentur.
 
Hippie-Mode
Unkonventionelle, farbenfrohe Kleiderzusammenstellung. Mitte der 60er Jahre in den USA aufgekommen.
 
Honorar
Die Bezahlung für einen Job. Ist u.a. abhängig vom "Grad" des Models sowie von Art und Umfang des Auftrages.
 
Host / Hostess / Hosting / Event-Attendant
Model, das bei einem Anlass für die Betreuung des Publikums zuständig ist. Auch Hostess, Repräsentation oder Host genannt.
 
Hot pants
Sehr kurze, gerade das Gesäss bedeckende Shorts, sehr aktuell Anfang der 70er Jahre.

Kartei
Das Herzstück jeder Modelagentur. In der Kartei sind alle Models gespeichert, die von der Agentur vertreten werden. Die Kartei wird heute oft in elektronischer Form per Computer geführt und stets aktualisiert.
 
Katalogaufnahmen
Guter Job im Modelbereich, da häufig über mehrere Tage produziert wird.
 
Kimono
Kaftanartiges, vorne übereinander geschlagenes und gegürtetes Kleidungsstück aus Japan mit weiten, angeschnittenen Ärmeln.
 
Kollektion
Aus mehreren Teilen bestehende Auswahl von Musterentwürfen eines Modeschöpfers, die saisonal gezeigt wird (Frühjahr-/Sommer und Herbst-/Winterkollektion) oder ein bestimmtes Motto interpretiert.

Korsage

Auf Figur gearbeitetes, oft versteiftes, dekolletiertes, ärmelloses Kleideroberteil auch separates Leibchen.
 
Kostüm
Zweiteiliges Ensemble für die Dame, das aus Rock und Jacke besteht und durch Bluse und Weste ergänzt wird.
 
Make up Artist / Visagist
Schmink- und Make up-Künstler, sind häufig auch gleichzeitig für die Frisuren der Models zuständig.
 
Mannequins
Laufsteg-Models. Werden hauptsächlich für Modeschauen gebucht.

New Faces

In Fachkreisen die Bezeichnung für neu entdeckte Models, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Auch Newcomer genannt.
 
Option
Terminverbindliche Reservation eines Models. Kann bis kurz vor dem Auftragstermin durch den Kunden kostenlos annulliert werden.
 
Optionär
Kunde, der ein Model terminverbindlich reserviert, sich aber noch nicht für eine definitive Buchung entscheiden kann oder will.
 
Oversize
engl. Übergrösse. Mehrere Konfektionsgrössen zu gross wirkender Schnitt, hängende Schultern, Ärmel und Beine eine Spur zu lang. Look der 80er Jahre.
 
Oversize-Model / Big Beauty / Plus size Model
Model für grössere Konfektionsgrössen.
 
Pagenschnitt
Typischer glatter Frauenkurzhaarschnitt der 20er Jahre, der von Chanel lanciert wurde.
 
Paillette
Glitzerndes, gestanztes und gelochtes Metall- oder Kunststoffplättchen zur Dekoration von Kleidungsstücken.
 
Patchwork
engl. Flickwerk. Dekorative Zusammensetzung diverser Stoff- oder Lederteile verschiedenster Muster und Farben.

Petite
Kleineres Model, mit gleichen Proportionen wie die grossen Models.
 
Petticoat
Steifer Unterrock mit Volants, Rüschen o.ä., oft in mehreren Stufen.
 
Plissee
Feine, mechanisch in das Gewebe fixierte Falten, die den Stoff partiell oder flächendeckend strukturieren können.

Posing
Posieren für die Kamera oder vor Publikum. Es gibt ein freies Posing (nach eigenen Ideen) und ein Posing nach Anweisungen.
 
Prêt-à-porter / Alta Moda Pronta
franz. fertig zum Tragen. Unkonventionelle Fertigkleidung, von Modeschöpfern der Haute Couture und eigenständigen Designern entworfen. Ist zu einer selbständigen Moderichtung zwischen Haute Couture und Konfektionsindustrie geworden.
 
Prints
Drucksachen
 
Pumps
Ursprünglich ein Herrenschuh, ist der Pumps seit Beginn des Jahrhunderts ein beliebter Damenschlupfschuh, der weit ausgeschnitten ist und ohne Schnürung oder Riemen mit unterschiedlicher Absatzhöhe getragen wird.
 
Punk-Look
Anti-Mode mit unkonventionellen Frisuren und Haarfarben. Punk ist eine immer wieder aktuelle, Anfang der 70er Jahre in London entstandene Jugendbewegung, die zunächst eine Protesthaltung gegenüber der Gesellschaft demonstrieren wollte. Seither bedient sich auch die Haute Couture immer wieder der Elemente des Punk.
 
Re-Engagement / Folgebuchung
Wenn eine Agentur einem Model einen Kunden (und damit einen Auftrag) vermittelt und dieser Kunde dann das Model erneut bucht, spricht man von einer Folgebuchung oder von einem Re-Engagement.
 
Retro-Look
Rückgriff auf die Moden der Vergangenheit.
 
Rising Star
Wenn aus deinem New Face oder Newcomer das Topmodel von morgen wird.
 
Royalities

Foto-Nutzungsrechte im Werbebereich. Sie werden neben den Stunden- oder Tagesgagen extra honoriert. Vergleichbar mit dem Buyout.
 
Running order
Ablaufplan, auf welchem vermerkt ist, welches Model wann mit welchem Kleidungsstück über den Laufsteg läuft.
 
Setcard / Composite
Gedruckte Fotokarte des Models, meistens im A5-Format. Porträtfoto auf Vorderseite, 3-4 Fotos auf Rückseite mit den Massen des Models. Wichtig zum Verschicken an potenzielle Kunden (Fotografen, Agenturen).
 
Set / Location
Der Ort, wo die Foto-/Filmproduktion stattfindet.
 
Scout
Talentsucher, der überall und zu jeder Tageszeit nach neuen Models sucht und sie anspricht, oft im festen Auftrag einer Agentur.
 
Shooting
Bezeichnung für die eigentliche Foto-Produktion.
 
Showroom
Ausstellungsraum. Die neuen Kollektionen werden dort von Models vorgeführt und verkauft.
 
Spesen
Auslagen des Models für Fahrt, Essen, Trinken, Übernachtung, Taxi u.ä. Werden dem Model durch den Kunden zurück erstattet.

Stylist
Sorgt bei Shootings für den perfekten Sitz der Kleider, stattet die Models mit Accessoires aus oder arrangiert das Fotoset.
 
Teilkörper-Models
Models mit sehr schönen Händen, Füssen, Beinen oder anderen Körperteilen.
 
Test / Testshooting
Fotoarbeiten ohne Auftrag. Für alle Beteiligten – Fotograf, Stylist, Visagist und Model - interessant, um neue Fotos für die Mappe zu bekommen. Tests werden manchmal auch "freie Produktionen" genannt, weil sie erst hinterher Magazinen zur Veröffentlichung angeboten werden.
 
Upcoming Models
In Fachkreisen die Bezeichnung für Models, die in sehr kurzer Zeit bei den Auftraggebern sehr gefragt sind.
 
Urheberrecht / Copyright
Recht an einem Foto, Bild, Buch oder geistigem Eigentum u.ä. Diese Dinge sind somit geschützt und dürfen ohne Einwilligung des Urhebers (z. B. Fotograf, Kunde, Maler, Verfasser) nicht weiter verwendet werden.
 
Visagist / Make up Artist
Schmink- und Make up-Künstler, sind häufig auch gleichzeitig für die Frisuren der Models zuständig.
 
Wäsche-Model
Model mit einem perfekten Körper, das dadurch besonders für Wäsche- oder Bademodeproduktionen gebucht wird.

Werdegang
Auflistung von ausgeführten Aufträgen eines Models, Referenzen-Sammlung. Am besten in chronologischer Reihenfolge abgefasst.
 
X-Factor
Das gewisse Etwas, das gute Models von weniger guten unterscheidet. Ausstrahlung, Persönlichkeit, Fotogenität und Charisma zählen dazu.
 
Young Faces
Agenturbezeichnung für junge Models, die am Anfang ihrer Karriere stehen, auch New Faces oder Newcomer genannt.